Hey ho, let’s go!
Blogs sind sowas von Nullerjahre. Heutzutage hat man besseres zu tun im Netz, als zu schreibseln und Geschreibsel zu lesen. Warum also das hier? Ganz einfach: Ich vermisse das Denken. Wer einen Text verfasst, ist gezwungen, seine Gedanken zu formulieren, ja, er ist in erster Linie gezwungen, sich überhaupt Gedanken zu machen. Während meine letzten Monate zwar zwar schön selig waren, waren sie eben auch ganz schön mindless. Davon habe ich erst mal genug. Es ist doch erstaunlich, mit wie wenig Denkleistung sich so ein Durchschnittstag mit all seinen Routinen und strukturierten Verhaltensmustern hinter sich bringen lässt lässt: Aufstehen, duschen, Bus besteigen, Arbeiten erledigen, essen, defäktieren, mehr arbeiten, Bus besteigen, TV einschalten, TV ausschalten, Bett besteigen. Ad nauseam wiederholen. Null Hirnschmalz benötigt (mit welcher Einheit misst man Hirnschmalzverbrauch?). Ich behaupte sogar, je nach Leben müsste man sein Reflektionsorgan an vielen Tagen nicht einmal hochfahren. Erscheinen werden hier Buchstaben, Sätze und ein Haufen Punkte, Kommas sowie – insofern angemessen – das eine oder andere Semikolon (ich mag die). Ach ja, irgendwann wird gereist. Mehr soll an dieser Stelle, in Einklang mit dem Titel dieses Projekts, nicht definiert werden. Definitionen sind sowieso überbewertet.